Titelverteidigerin übernimmt die Gesamtführung

Worrack jetzt im gelben Trikot

 

23.08.2007 · Nicole Cooke triumphiert in Pfeffingen - Heute Abend fällt in Tailfingen die Entscheidung

Trixi Worrack (Equipe Nürnberger) ist auf dem besten Wege ihren Titel beim Frauen-Etappenrennen zu verteidigen. Gestern übernahm sie das gelbe Trikot von Hanka Kupfernagel.

ALBSTADT. Die Siegerin des Prologs hatte keine Chance beim schweren Bergrennen zwischen Pfeffingen und Tailfingen. Am Anfang hielt die 33-Jährige vom Team Charlottenburg noch mit, ohne Mannschaftsunterstützung wurde sie aber nach hinten durchgereicht.

Die Weltklassefahrerinnen boten den Zuschauern, welche bei Sonnenschein fast die gesamte zehn Kilometer lange Strecke bevölkerten, einen dreistündigen Krimi auf allerhöchstem Niveau. Alle 17 Minuten rasten sie durchs Ziel, dazwischen lagen Sprint- und Bergwertungen.

Gleich in der allerersten Runde gab es eine faustdicke Überraschung. Chefmoderator Ulrich Bock entdeckte hinter dem Führungsfahrzeug ein magentafarbenes Trikot und rief "T-Mobile liegt vorn", um sich gleich wieder zu korrigieren, als sich die Fahrerin mit 200 Metern Vorsprung dem Ziel näherte: "Nein, das ist die Chinesin Ruan Xiongying." Diese wurde zwar am nächsten Anstieg zum Zitterhof wieder vom Feld geschluckt, aber gemeinsam mit zwei Teamgefährtinnen sorgte sie dafür, dass Magenta weiterhin vorne mitmischte. Denn T-Mobile-Faherinnen enttäuschten auf der ganzen Linie, zwei gaben sogar das Rennen auf.

Bei der nächsten Zieldurchfahrt gewann die Schweden Monika Holler (Bigla Racing Team) den Sprint vor der Russin Julia Ilinykh Team Petrogradiants. Beim zweiten Sprint wurde sie Zweite, beim dritten war sie noch einmal die Schnellste, so dass sie ihr "Volksbank-Tailfingen-Trikot" der besten Sprinterin vom Vortaganbehalten durfte.


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Zweite und zugleich vorletzte Station: Gestern Abend traten die Fahrerinnen beim Bergrennen in Pfeffingen in die Pedale. Heute fällt die Entscheidung: Wer gewinnt das achte Albstädter Frauen-Etappenrennen? Gesamtführende ist aktuell Trixi Worrack, die Siegerin des Vorjahres. Doch die Konkurrenz sitzt ihr im Nacken ...


Mit Ausnahme gelegentlicher Ausreißversuche von Fahrerinnen aus der zweiten Reihe blieb das Feld bis zur Hälfte der Distanz nach 50 Kilometern einigermaßen zusammen. Doch kaum waren die Sprintwertungen vorbei, machten die drei Profi-Teams aus der Schweiz und die Equipe Nürnberger Dampf. Doch erst in der siebten Runde gelang es sieben Fahrerinnen sich entscheidend abzusetzen: Mit dabei waren Trixi Worrack und Andrea Graus (Equipe Nürnberger), Nicole Brändli und Noemi Cantele (Bigla), die Belgierin Sofie Goor, die Weltranglistenzweite Nicole Cooke (Team Raleigh) und die Britin Emma Pooley vom kleinen Schweizer Rennstall Specialized, die ins "Komma-Bergtrikot" schlüpfte.

Rund eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Verfolgerinnen fuhr dieses Septett heraus, in der achten Runde mussten zunächst Goor und Cooke abreißen lassen. Beide kamen aber wieder heran, die Gruppe split-tete sich kurz danach in ein Führungstrio mit Brändli, Pooley und Graus auf, das 25 Sekunden Vorsprung in die zweitletzte Runde mitnahm. Diese waren am Berg aber wieder aufgezehrt. Goor konnte endgültig nicht mehr mithalten, ähnlich schien es Worrack und Cooke zu gehen. Doch in der Abfahrt kamen beide wieder heran - und plötzlich setzte auch die zehnköpfige Verfolgergruppe mit den Australierinnen und Chinesinnen die vorne Fahrenden wieder unter Druck. Das Sextett zeigte am letzten Anstieg aber keine Schwächen mehr und zog mühelos hinauf.

Die Entscheidung fiel im Zielsprint. Den schnellsten Antritt hatte Cooke, die ein paar Zentimeter auf Worrack und Brändli über die Linie rettete. "Eigentlich wollte ich meinen Teamgefährtinnen helfen. Erst als ich in der Schlussrunde noch vorne dabei war, habe ich mir Gedanken gemacht", strahlte die Siegerin. Trixi Worrack übernahm dank einer Zeitgutschrift von sechs Sekunden der weil die Führung in der Gesamtwertung. Die tragische Figur auf der zweiten Etappe war Cantele, die als Vierte ins Ziel kam und mit einer Sekunde Rückstand auf Worrack zu nächst als Gesamt-Zweite geführt wurde. Weil sie aber verbotenerweise in der letzten Runde noch ein Getränk aus dem Materialwagen angenommen hatte, wurde sie mit 20 Sekunden Zeitzuschlag bestraft und fiel weit zurück.

von Zollern-Alb-Kurier, 23.08.2007

 

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